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Fragen zu Konto, Schulden oder Mahnungen in Deutschland


(@comehome-association-com)
Mitglied Admin
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Themenstarter  

Viele Geflüchtete aus der Ukraine haben Fragen zu Konto, Schulden und Mahnungen in Deutschland – dieser Beitrag soll Orientierung geben und Mut machen, früh Hilfe zu suchen.


Fragen zu Konto, Schulden oder Mahnungen in Deutschland

Ein eigenes Konto ist wichtig, um Lohn, Bürgergeld oder andere Leistungen zu bekommen. Gleichzeitig können Verträge, Handy-Abos, Online-Käufe oder offene Rechnungen schnell zu Schulden und Mahnungen führen, besonders wenn man das deutsche System noch nicht gut kennt.

In diesem Thread sammeln wir Infos und Erfahrungen zu:

  • Konto eröffnen
  • erste Schritte bei Schulden
  • Umgang mit Mahnungen und Inkasso


1. Konto in Deutschland: Basiskonto & Girokonto

  • Ukrainer*innen, die sich rechtmäßig in der EU aufhalten, haben einen Rechtsanspruch auf ein Basiskonto in Deutschland.
  • Ein Basiskonto funktioniert auf Guthabenbasis: du kannst nur das Geld ausgeben, das wirklich auf dem Konto ist (kein Dispo, also Schutz vor neuen Schulden).
  • FĂĽr die Kontoeröffnung reichen in der Regel: ukrainischer Pass oder ID-Karte, ggf. Ankunftsnachweis/Fiktionsbescheinigung/Meldebescheinigung und eine Adresse, unter der du Post bekommen kannst (auch c/o bei Freunden oder Hilfsorganisation).

Wenn eine Bank dich trotzdem ablehnt, kannst du dich an die BaFin oder eine Verbraucherzentrale wenden.


2. Erste Mahnungen oder Schulden – was tun?

GeflĂĽchtete geraten leicht in Schulden, z. B. durch:

  • Handy- und Internetverträge, die teurer sind als gedacht
  • Verträge, die man nicht richtig verstanden hat
  • Ratenkäufe, Kredite oder unbezahlte Rechnungen

Wichtige Grundregeln:

  • Mahnungen nicht ignorieren – sonst können Inkasso, Gerichtsverfahren oder Kontopfändungen folgen.
  • Alle Briefe sammeln und sortieren (Absender, Betrag, Frist).
  • PrĂĽfen lassen, ob die Forderung ĂĽberhaupt stimmt (z. B. durch Verbraucherzentrale oder Schuldnerberatung).

Schulden haben in der Regel keinen direkten Einfluss auf deinen Aufenthaltsstatus, aber sie können dein Leben stark belasten – deshalb früh Hilfe holen.​


3. Wo gibt es Hilfe bei Schulden und Mahnungen?

Es gibt kostenlose oder günstige Schuldnerberatungsstellen, oft bei:

  • Caritas, Diakonie, AWO, DRK, lokalen Wohlfahrtsverbänden
  • Kommunen/Städten (Sozialamt)
  • Verbraucherzentralen

Sie können helfen:

  • einen Ăśberblick ĂĽber alle Schulden zu bekommen,
  • mit Gläubigern (Firmen, Banken) zu verhandeln,
  • Ratenzahlungen zu vereinbaren oder unfaire Forderungen abzuwehren,
  • ggf. ein Schuldenbereinigungsverfahren oder Insolvenz vorzubereiten.

Dolmetscher*innen oder ehrenamtliche Begleiter sind dabei oft sehr hilfreich.


4. WofĂĽr ist dieser Thread gedacht?

Hier kannst du:

  • allgemeine Fragen zu Konto, Basiskonto, Mahnungen und Schulden stellen,
  • Erfahrungen teilen, wie du ein Konto bekommen hast oder wie du mit Schulden umgegangen bist,
  • Tipps geben, welche Stellen in deiner Stadt dir geholfen haben (z. B. Schuldnerberatung, Verbraucherzentrale).

Bitte poste keine kompletten Kontoauszüge, Vertragskopien oder sehr persönliche Finanzdaten, sondern beschreibe dein Problem eher allgemein.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Rechts- oder Schuldenberatung. Jede finanzielle Situation ist anders, und ob eine Forderung rechtmäßig ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Wende dich bei konkreten Schulden und Mahnungen möglichst früh an eine Schuldnerberatung oder Verbraucherzentrale in deiner Region.



   
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