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Rückkehrprogramme & Unterstützung bei Rückkehr – wer kennt Angebote?


(@comehome-association-com)
Mitglied Admin
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 55
Themenstarter  

Immer mehr Ukrainer*innen denken darüber nach, irgendwann in die Ukraine zurückzukehren – und fragen sich, ob es dafür Unterstützung und Beratung gibt.


Rückkehrprogramme & Unterstützung bei Rückkehr – wer kennt Angebote?

Deutschland fördert seit vielen Jahren freiwillige Rückkehr und Reintegration, auch für Menschen aus der Ukraine. 2025 sind insgesamt 16.576 Personen mit Unterstützung solcher Programme ausgereist – ein Anstieg um etwa 60 % gegenüber 2024. Wichtig: Es geht um freiwillige Rückkehr, mit Beratung und Hilfe beim Neustart, nicht um Abschiebung.


1. Welche offiziellen Programme gibt es?

Zentrale Bausteine sind:

  • REAG/GARP (Reintegration and Emigration Programme / Government Assisted Repatriation Programme):
  • Übernahme der Reisekosten, Organisation der Ausreise, Reisebeihilfe und finanzielle Starthilfe (z. B. bis zu 1.000 € für Erwachsene, 500 € für Kinder – je nach Programmstand und Land).
  • Bei Bedarf auch medizinische Unterstützung während der Reise.

  • Europäisches Reintegrationsprogramm (EURP):
  • Individuelle Hilfe im Herkunftsland nach der Ankunft, z. B. bei Wohnungssuche, Jobsuche, psychosozialer Beratung – bis zu 12 Monate.

Infos zu Programmen, Voraussetzungen und Ansprechstellen findest du gebündelt auf dem Portal:
👉  https://www.returningfromgermany.de


2. Wer kann beraten – bevor man sich entscheidet?

Bevor man „Ja“ zu einer Rückkehr sagt, empfehlen Behörden und Hilfsorganisationen:

  • Rückkehrberatungsstellen von Wohlfahrtsverbänden, Kommunen oder spezialisierten Projekten nutzen – sie informieren kostenlos und vertraulich.
  • Das Hilfe‑Portal Germany4Ukraine (BAMF) informiert neben Einreise und Aufenthalt auch über Rückkehr‑Möglichkeiten.
  • In manchen Bundesländern gibt es eigene Beratungsprojekte speziell für Menschen aus der Ukraine, die über Bleiben, Pendeln oder Rückkehr nachdenken.

Ziel ist, dass niemand aus Panik oder Fehlinformation, sondern informiert und freiwillig entscheidet.


3. Was decken die Programme ab – und was nicht?

Programme wie REAG/GARP können helfen bei:

  • Reisekosten (Ticket, Organisation, ggf. Begleitung),
  • finanzieller Starthilfe und kleiner Ausstattung im Herkunftsland,
  • Beratung zur Reintegration (Wohnung, Arbeit, psychosoziale Unterstützung).

Sie ersetzen aber keine komplett gesicherte Zukunft: Kriegslage, Wirtschaft, Infrastruktur und eigene Netzwerke vor Ort bleiben entscheidend. Deshalb ist es wichtig, vor der Entscheidung genau zu prüfen, wie die Situation in deiner Region der Ukraine aussieht und welche Unterstützung dich dort erwartet.


4. Wofür ist dieser Thread gedacht?

Hier im Forum kannst du:

  • fragen, ob andere Erfahrungen mit Rückkehrberatung oder Programmen wie REAG/GARP gemacht haben (ohne Namen, aber z. B. „Beratungsstelle in [Bundesland]“),
  • erzählen, wie eine Rückkehr (oder ein geplanter, aber später abgebrochener Rückkehrversuch) bei dir oder Bekannten ablief: Was hat geholfen, was war schwierig?
  • Links zu seriösen Beratungsstellen, Landesprojekten oder Infoseiten teilen, die dir einen guten Überblick gegeben haben.

Bitte poste keine sehr persönlichen Daten oder genauen Adressen in der Ukraine; denke an deine und die Sicherheit deiner Angehörigen.


Ermutigung

Die Zahlen zeigen: Einige Menschen entscheiden sich bewusst für eine geförderte Rückkehr – andere bleiben oder pendeln. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“; wichtig ist, dass du deine Optionen kennst und nicht alleine entscheiden musst. Dieser Thread kann ein Ort sein, Erfahrungen zu sammeln, Fragen zu stellen und Kontakte zu Beratungsstellen zu finden.



   
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