Soziale Teilhabe bedeutet: nicht allein bleiben, sondern Menschen finden, mit denen man lachen, fragen, feiern, weinen und planen kann – genau dafür soll dieser Bereich im Forum da sein.
Soziale Teilhabe & Community – Wie habt ihr eure Menschen gefunden?
Studien zeigen: Je besser ukrainische Geflüchtete in soziale Netzwerke eingebunden sind, desto höher sind Wohlbefinden, Sprachfortschritte und Chancen auf Arbeit. Netzwerke entstehen überall dort, wo Menschen sich regelmäßig begegnen – in ukrainischen Communities, Kirchengemeinden, Patenschaftsprojekten, Sprachcafés, Vereinen oder Ehrenamtsgruppen.
1. Netzwerke und Patenschaften – nicht allein durchs neue Leben
In vielen Städten gibt es Projekte, die gezielt Patenschaften und Kontakte vermitteln:
- Patenschaftsprogramme wie „Menschen stärken Menschen“, „Start with a Friend“ oder patenmatch.de bringen Geflüchtete mit Menschen in Deutschland zusammen, die begleiten, erklären und vernetzen.
- Ukrainische Initiativen und Vereine organisieren Community‑Treffen, Infoabende und Hilfsprojekte – z. B. Projekte wie „Vitamin P“ in Berlin, die Ukrainer*innen mit Ehrenamtlichen zusammenbringen.
Solche Beziehungen helfen beim Ankommen im Alltag und schĂĽtzen nachweislich vor Isolation.
2. Kirchengemeinden, Begegnungscafés und Freizeitorte
Kirchen, Stadtmissionen und lokale Initiativen haben vielerorts Begegnungsorte geschaffen:
- „Café Ukraine“, Willkommenscafés, Familienzentren und Kulturzentren, in denen man einfach sein, reden, Informationen tauschen und Freunde finden kann.
- Museen, Kulturhäuser und Stadtprojekte bieten oft freien Eintritt oder spezielle Treffen für ukrainische Geflüchtete.​
- Organisationen wie das DRK, Malteser oder lokale Bündnisse organisieren Freizeitangebote, Ausflüge, Sport und kreative Aktivitäten für Geflüchtete.
Viele, die anfangs „nur zu einem Treffen“ gehen, finden dort später Freundschaften, Jobs oder Mitstreiter*innen für neue Projekte.
3. Ehrenamt – anderen helfen und selbst stark werden
Wer sich engagiert, erlebt oft: „Ich bin nicht nur Empfänger*in von Hilfe, ich gestalte mit.“
- Ehrenamtliche Tätigkeiten (Übersetzen, Kinderbetreuung, Veranstaltungen organisieren, bei Hilfsprojekten mitarbeiten) schaffen Kontakte zu Deutschen und anderen Communities.
- Projekte wie „Vitamin P“ oder Freizeitangebote der Malteser laden gezielt Geflüchtete ein, als Ehrenamtliche aktiv zu werden.
Forschung zeigt: Engagement stärkt Selbstwertgefühl, Sprachpraxis und das Gefühl, gebraucht zu werden.
4. WofĂĽr ist dieser Thread gedacht?
Hier kannst du:
-
erzählen, wo du Menschen gefunden hast (ukrainische Gruppen, Telegram/WhatsApp, Kirchengemeinde, Verein, Patenschaft, Sprachcafé),
-
berichten, welche Begegnungsorte dir geholfen haben, nicht allein zu sein (Café, Gemeinde, Jugendzentrum, Sportverein),
-
Links und Hinweise zu Projekten in deiner Stadt teilen (Begegnungscafés, Patenschaftsprogramme, Freizeit‑ und Ehrenamtsangebote).
Bitte vermeide sehr persönliche Daten; Stadt/Region und Angebotsname reichen.
Ermutigung
Aus Studien wissen wir: Soziale Teilhabe von Ukrainer*innen in Deutschland wächst – weil Menschen mutig sind, Räume öffnen und aufeinander zugehen. Jeder Besuch in einem Café, jedes „Hallo“ im Verein, jede Patenschaft und jede Stunde Ehrenamt kann der Anfang einer neuen Community sein – für dich und für andere.
