Viele Menschen spüren nach einiger Zeit in Deutschland den Wunsch, nicht nur Hilfe zu bekommen, sondern auch mitzuhelfen – und genau das wird überall gebraucht, vor Ort wie auch im ComeHome Network.
1. Warum dein Engagement so wertvoll ist
Organisationen wie Caritas, DRK, UNO-Flüchtlingshilfe und viele lokale Initiativen berichten, dass die Unterstützung für Geflüchtete nur funktioniert, weil so viele Ehrenamtliche mit anpacken – Deutsche und Ukrainer*innen gemeinsam. Jeder Einsatz zählt: eine Stunde pro Woche, ein Fahrdienst, Hilfe beim Übersetzen, ein Treffen mit einer Familie, Online-Unterstützung oder Mitarbeit in Projekten.
Ehrenamt heißt nicht „Perfektion“, sondern: Mit deinem Herzen und dem, was du kannst, für andere da sein.
2. Wo kannst du konkret helfen?
Vor Ort in deiner Stadt/Region
Typische Einsatzorte sind:
- Unterkünfte & Beratungsstellen (DRK, Caritas, Diakonie, AWO, Malteser): Begrüßung, Übersetzung, Begleitung zu Ämtern, Kinderbetreuung, Freizeitangebote.
- Begegnungscafés & Sprachcafés: Deutsch üben, zuhören, Informationen teilen – oft speziell für Ukrainer*innen.
- Ehrenamtsnetzwerke wie das von der UNO-Flüchtlingshilfe geförderte Projekt, das ein Netzwerk aus einheimischen und ukrainischsprachigen Ehrenamtlichen für Geflüchtete aufbaut.
Anlaufstellen, um Einsätze zu finden:
- Freiwilligenagenturen / Ehrenamtsbörsen deiner Stadt
- Webseiten großer Hilfsorganisationen („Mitmachen“ / „Ehrenamt“)
- Lokale Ukraine-Hilfeseiten der Kommunen.
Im ComeHome Network
Das ComeHome Network versteht sich als Plattform, auf der Hilfsprojekte gebündelt und unterstützt werden – von Nothilfe bis zu langfristigem Schutz für Kinder. Du kannst dich u. a. einbringen, indem du:
- im Forum Erfahrungen teilst, Fragen beantwortest und anderen Ukrainerinnen und Unterstützerinnen Orientierung gibst;
- bei der Verbreitung von Projekten hilfst (z. B. Helpline-App, Hotline für Kinder, Unterstützungsangebote für Familien) – online, in deinen Netzwerken, in deiner Stadt;
- dich für Patenschaften, Übersetzungshilfe, Öffentlichkeitsarbeit oder Fundraising in Absprache mit dem ComeHome-Team engagierst.
Hier treffen sich Menschen, die Hilfe suchen, mit Menschen, die etwas geben wollen – du kannst aktiv dazu beitragen, dass diese Verbindung entsteht.
3. Wie findest du „deinen“ Platz im Ehrenamt?
Organisationen empfehlen, drei Fragen zu klären:
- Wie viel Zeit habe ich wirklich? (z. B. 2 Stunden pro Woche, ein Wochenende im Monat, projektbezogen)
- Was kann und mache ich gerne? (mit Kindern sein, organisieren, fahren, online arbeiten, übersetzen, zuhören, schreiben, Netzwerken)
- Wo fühle ich mich wohl? (Kirchengemeinde, Verein, politische Initiative, Kinderprojekt, Online-Community wie ComeHome)
Dann kannst du:
- eine Freiwilligenagentur oder eine Organisation (z. B. DRK, Caritas, UNO-Flüchtlingshilfe-Projekt, ComeHome Network) anschreiben,
- kurz sagen, wer du bist, welche Sprachen du sprichst und was du dir vorstellen kannst,
- um ein unverbindliches Gespräch bitten, um den passenden Einsatz zu finden.
4. Wofür ist dieser Thread gedacht?
Hier im Forum kannst du:
- erzählen, wo und wie du dich ehrenamtlich engagierst oder engagieren möchtest (ComeHome, lokale Projekte, Kirchengemeinden, Vereine),
- Tipps geben, wie du deinen Platz gefunden hast – und was dir geholfen hat, den ersten Schritt zu machen,
- Links zu Projekten teilen, wo aktuell Ehrenamtliche gesucht werden (lokal und online).
Bitte nenne keine privaten Kontaktdaten einzelner Personen; offizielle Projekt‑ oder Vereinsseiten reichen.
Ermutigung
Viele Projekte berichten, dass gerade Menschen mit eigener Ukraine-Erfahrung besonders wertvoll im Ehrenamt sind – weil sie verstehen, wie es sich anfühlt, anzukommen. Ob du dich über ComeHome Network, eine lokale Initiative oder eine große Organisation engagierst: Dein Einsatz kann für jemanden der Unterschied zwischen „allein“ und „gesehen“ sein.
